Lötzinn

Lötzinn wird benutzt um unter Zuhilfenahme eines Lötkolbens Metallteile miteinander zu verlöten. Hierbei wird das Lötzinn verflüssigt und bildet mit der Oberfläche der zu verlötenden Teile eine chemische Verbindung, die sowohl mechanisch stabil als auch elektrisch leitend ist. Allerdings ist Lötzinn kein reines Zinn, sondern eine Verbindung von Zinn und anderen Metallen. Hierbei ist der Zinnanteil im Lötzinn je nach Anwendungsbereich zwischen zwanzig und neunzig Prozent. Es ist ebenfalls Lötzinn gebräuchlich, dass im Inneren einen mit einem Flussmittel gefüllten Hohlraum enthält. Diese Flussmittel sind meist säurefreie Baumharze, zumeist Kolophonium.

Weitere im Lötzinn vorkommende Metalle sind zum Beispiel Blei, Eisen, Silber, Antimon, Kupfer, Nickel, Bismut und Cadmium. Hierbei hat zumeist Blei den größten Anteil nach Zinn. Das Blei im Lötzinn verbessert die Fließeigenschaften und setzt die Schmelztemperatur herunter. Dieselbe Aufgrabe hat das Bismut im Lötzinn. Antimon wird für ein spezielles Lötzinn zugegeben, dass eine wesentliche höhere Zugfestigkeit besitzt und allgemein mechanisch belastbarer ist. Enthalten die zu verlötenden Stücke Kupfer oder Silber oder hat der benutzte Lötkolben eine kupferne Spitze, so wird oft ein Lötzinn gewählt, welches Kupfer oder Silber enthält. Dies verhindert das übertreten von Kupferatomen aus dem Werkstück oder Lötkolben in das Lot während des Lötvorganges.